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2 (1839)
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886
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Vierhundert und ncunundachtzigste Vacht.

Bedur diesen Brief mit ihrer Hand geschrieben?" Ich erwiderte:Mein Herr!

schreiben denn die Leute mit den Füßen?" Und, bei Gott! kaum batte ich dies gesagt,so hörten wir schon das Geklirr ihrer Fußringe. Als Djubeir sie sah, sprang er ^

auf und umarmte sie, als hätte er gar keinen'Schmerz mehr. Dann setzte er sichnieder; sie aber blieb vor ihm stehen, und als er sie fragte, warum sie nicht neben ihmPlatz nehme? sagte sie:Ich setze mich nur unter einer Bedingung." Ich fragte, wasdas für eine Bedingung wäre? Sie erwiderte aber:Das ist ein Liebesgeheimniß,das Niemand wissen darf." Sie sagte dann Djubeir etwas in's Ohr, worauf dieserantwortete:Recht gerne." Dann sprach er geheim mit einem seiner Sklaven, dersogleich wegging und bald wieder mit dem Kadi und zwei Zeugen zurückkam. Djubeirholte einen Beutel mit tausend Dinaren und sagte zum Kadi:Schreibe den Ehe-Contractzwischen mir und diesem Mädchen, hier sind tausend Dinare als Morgengabe."

Der Kadi fragte sie, ob sie einwillige, und als sie seine Frage bejahte, schrieb er K

den Contract. Bedur nahm dann eine Hand voll Gold, gab es dem Kadi und l

den Zeugen und reichte Djubeir das übrige Geld zurück. Ich blieb dann in angenehmster

Unterhaltung bei ihnen, bis der größte Theil der Nacht vorüber war. Dann dachteich: Hier sind zwei Liebende, die lange getrennt waren, ich will sie nun allein lassen.!Als ich aber ansstand, hielt mich Bedur zurück und sagte:Was ist dir eingefallen^

Du hast gewiß gedacht, wir wollten allein scpn, aber bleibe nur sitzen, wir wollen dir!schon sagen, wenn du gehen sollst." Ich blieb noch bei ihnen, bis nahe am Morgen.Dann hieß mich Bedur in ein Zimmer gehen, wo ein Bett für mich war, und ichschlief bis in den Tag hinein.

Als ich aufstand, kam ein Diener mit einem Waschbecken, ich wusch mich undbetete das Mvrgengebet. Da kamen Djubeir und seine Frau aus dem Bade, das

im Hause war, und preßten ihre Locken aus; ich wünschte ihnen guten Morgen und

Glück zu ihrer Vereinigung und sagte:Wer ein frommes Versprechen macht und eshält, dem geht es gut." Djubeir erwiderte:Du hast Recht und verdienst es." Er

rief dann seinen Schatzmeister und ließ mir tausend Dinare geben. Ich sagte aber: ,

Ich werde nichts nehmen, bis du mir erzählst, warum du aufhörtest, sie zu lieben, und; lso lange von ihr getrennt bliebst." Er antwortete:Wisse, wir haben ein Fest, man ^ l

nennt cs das Schifferfcst, da fahren alle Leute in Nachen spazieren. Ich fuhr auch mit ; l

meinen Freunden aus, da sah ich einen Nachen mit zehn Mädchen darin wie der Mond; ^ l

Bedur war in ihrer Mitte und hatte ihre Laute bei sich. Ich folgte ihrem Nachen ;

und hörte, wie sie sang: ! d