Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
879
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Vierhundert und achtundachtzigste Nacht.

Da rief das Mädchen eine ihrer Sklavinnen und sagte ihr:Gib ihm aus demgoldenen Becher zu trinken." Sie brachte mir einen goldenen Becher, mit Perlen undEdelsteinen besetzt, nach Moschus duftend und mit einem grünen seidenen Tuche zugedcckt.Ich trank langsam und warf dem Mädchen verstohlene Blicke zu, dann gab ich denBecher zurück und blieb stehen. Da sagte das Mädchen:Was willst du noch?" Icherwiderte:Ich denke über den Wechsel des Schicksals nach."Du hast Recht: die

Zeit übt Wunder; doch, was veranlaßt dich dazu?"Ich dachte an den Besitzerdieses Hauses, der mein Freund war."Wie hieß er denn?"Sein Name warMohammed, der Sohn Ali's, des Juweliers; er war ein sehr reicher Mann: hater wohl Kinder hinterlassen?"Eine Tochter, welche Bedur heißt und sein ganzesVermögen geerbt hat."Mir ist, als wärest du diese Tochter."Ja, die bin ichauch; doch hast du nun lang genug geschwatzt, geh jetzt deines Wegs."Gut; doch ichsehe schwere Sorgen auf deinem Gesichte: mache mich mit deinem Schicksale bekannt,vielleicht kann ich dir belfen."Wenn du ein zuverlässiger Mann bist, so will ich

MOHN!