Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
876
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Mst Vierhundert und stebenuiidachtzigste Nacht.

Doch sagte Einer:Es wird ihm gut gehen, sonst hätte der König nicht gewartet,

bis er sich satt gegessen." Ali verbeugte sich vor Sumurd und grüßte sie. Snmurderwiderte freundlichst seinen Gruß und fragte ihn:Wie heißt du? was ist dein

Geschäft und warum bist du hierher gekommen?" Ali antwortete:O König! meinName ist Ali Schir, ich bin ein Kaufmann aus Chorasan und suche meine Sklavin,die mir theurer war, als Gebör und Gesicht, und der ich mit ganzer Seele anbing. Dasist meine Geschichte." Er weinte dann heftig, bis er in Ohnmacht fiel. Sumurd ließihn mit Nosenwasser bespritzen, bis er sich wieder erholte; dann ließ sie sich wieder Sandund eine Feder bringen, schrieb etwas hinein und sagte:Du hast wahr gesprochen. Gottwird dich bald mit ihr vereinen; verzage nicht." Sie befahl dann einem Diener, ihnin's Bad zu führen und nachher auf einem von des Königs Pferden in'ö Schloß zubringen. Viele Leute sagten spottend unter einander:Das ist schön, der Sultan istmit einem Bettler zusammen." Manche sagten:Gewiß, weil der Fremde so schön ist,

hat er eine so gute Aufnahme gefunden; der wird bald vorwärts kommen." Danntrennten sich die Leute und Sumurd konnte die Nacht nicht erwarten, »in mit demGeliebten ihres Herzens allein zu sepn. Als endlich der Mond zu leuchten anfing, ließsie ihn holen und empfing ihn auf dem Throne, vor welchem Wachslichter brannten.Ali verbeugte sich vor ihr und wußte nicht, was er von der ihm erwiesenen Ehredenken sollte, denn noch erkannte er sic nicht. Da sagte sie ihm: etwas Hahn

und Fleisch und trinke Wein mit Zucker, denn du bist müde; dann komm her." Alser gegessen und getrunken hatte, rief sie ihn zu sich, umarmte ihn und sagte:Ichbin deine Sklavin Sumurd." Sie blieben dann die ganze Nacht beisammen underzählten einander, was ihnen während ihrer Trennung widerfahren.

Am folgenden Morgen ließ Sumurd die Befehlshaber der Truppen und dieGroßen des Reichs versammeln und sagte ihnen:Ich werde eine Reise nach dem

Lande dieses Mannes machen, wählt einen Stellvertreter, der bis zu meiner Rückkehrüber euch regiere." Als die Wahl vorüber war, begann sie sich zur Reise vorzubereite»,nahm Lebensmittel, Gold und allerlei Kostbarkeiten, reiste mit Ali Schir in seineHeimath, ging in sein Haus, theilte viele Geschenke aus und gab viele Almosen, gebarihm einen Sohn und lebte höchst glücklich mit ihm, bis der Zerstörer aller Freuden, derAlles trennende Tod, sie überfiel.

Sch eh er fad bemerkte den Tag und schwieg. In der nächsten Nacht begannsie folgende schöne Geschichte: