Vierhundert und scchsniidachtzigste Nacht. ^09
Erfüllung meiner Wünsche. Der Christ streckte eben die Hand nach einer SchüsselReis mit Zucker, die etwas weit von ihm stand, so daß er sich verdrängen mußte;da sagte ihm sein Tischgenosse: „Warum ißt du nicht, was vor dir steht? schämst dudich nicht, nach einer Schüssel zu greifen, die so weit von dir steht?" Der Christerwiderte: „Ich will von keiner andern Schüssel." — „Nun, so iß davon," versetzte
sein Nachbar: „Gott lasse es dir übel bekommen." Der Christ nahm schnell einenBissen aus der Schüssel und warf ihn in den Mund und wollte schon nach einem zweiten
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greisen, als Su murd einige Soldaten rief und ihnen sagte: „Bringt mir den Mann
her, der eine Schüssel mit Neis vor sich hat, und werft ihm den Bissen aus der Hand!"Vier Soldaten vollzogen ihren Befehl und stellten ihn Sumurd vor. Als die Leutedies sahen, hörten sie auf zu essen; sein Tischnachbar sagte: „Es geschieht ihm Recht;warum mußte er nach einer Schüssel greifen, die nicht für ihn war, ich habe mich mitder vor mir stehenden Speise begnügt!" Ein Mann, welcher mit ihm essen gewollt,sagte: „Gelobt scy Gott, daß ich noch gewartet habe!" Alle waren begierig zusehen, was ihm geschehen würde. Sumurd fragte ihn: „Wie heißt du und wiekommst du hierher?" Der Christ, welcher verkleidet war und einen weißen Turbanauf dem Haupte hatte, sagte: „Ich heiße Ali, bin ein Weber und suche Arbeit hier."Sumurd ließ sich Sand und eine Feder bringen, machte allerlei Figuren hinein,