Vierhundert
un-
fünfundttchtzigfte Nacht.
Äli ging in's Haus und holte einen Becher Wasser. Da fragte ihn die Sklavin:„Hast du den Vorhang verkauft?" — „Ja." — „Einem hiesigen Kaufmann oder einemdurchziehenden? Schon ahnet mein Herz die Trennung." — „Ich habe ihn einemhiesigen Kaufmanne verkauft." — „Was willst du mit diesem Becher Wasser?" —„Dem Makler zu trinken geben." Da rief sie: „Es gibt keinen Schutz und keineMacht, außer bei Gott, dem Erhabenen!" Ali ging indessen mit dem Becher hinaus;da er aber den Christen im Hausgange, der in's Wohnzimmer führte, fand, sagte er:„Du Hund kommst ohne meine Erlaubniß in mein Haus?" Der Christ antwortete:„O mein Herr! cs ist ja kein Unterschied zwischen der Hausthüre und dem Gange, dubist doch ein gütiger, wohlihätiger Mann." Ali reichte ihm den Becher, der Christtrank ihn aus und gab ihn zurück, wich aber noch nicht von der Stelle. Da fragteihn Ali: „Warum gehst du nicht deines Weges?" — „Mein Herr! ich habe nungetrunken, ich möchte jetzt auch etwas zu essen; vielleicht hast du ein Stück Brod undZwiebel." — „Geh jetzt ungesäumt deines Weges, es ist nichts im Hause." — „Wenndu nichts im Hause hast, hier sind hundert Dinare, bring' etwas vom Markte, wäre csauch nur ein Laib Brod, daß wir Brod und Salz zusammen essen."