Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
855
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Vierhundert und drciundachtzigstc Vacht.

Auch diesen Rath werde ich befolgen, hast du mir noch etwas zu sagen?"Mein Sohn! bewahre dein Vermögen, es wird dich dann auch schützen, verschwende esnicht, sonst möchtest du der gemeinsten Menschen bedürfen, wie ein Dichter gesagt:

Ist mein Vermögen gering, so will Niemand mein Freund scpn; ist csgroß, so drängt sich ein Jeder um mich. Wie Mancher geht nur meines Geldeswillen mit mir um, wie mancher Andere verläßt mich, sobald mein Gelddahin ist."

Dann, mein Sohn, befolge den Rath älterer Leute, übereile dich in Nichts, habeMitleid mit denen, die unter dir sind, so werden auch deine Obern dich bemitleiden.Ein Dichter sagte:

Bist du mächtig, so thue Niemand Gewalt an, denn der Unterdrückte istimmer zur Rache vorbereitet; wen» dein Aug' schläft, so wacht der, dem Unrechtgeschehen, er verwünscht dich, und Gottes Aug' schläft nie."

Ferner hüte dich, Wein zu trinken; er ist die Quelle vielen Unheils; er unterdrücktden Verstand und verleitet zur Gemeinheit. Das ist mein letzter Wille; Gott wachestatt meiner über dich!" Hierauf fiel er eine Weile in Ohnmacht, dann rief er Gottum Verzeihung an, legte sein Glaubensbckenntniß ab und ging zur BarmherzigkeitGottes über. Ali weinte und schluchzte, dann ermannte er sich und machte dieVorbereitungen zur Beerdigung; die vornehmsten Leute der Stadt folgten demLeichcnzuge; der Koran wurde für ihn vor seinem Sarge gelesen, kurz, es ward nichtsunterlassen von Allem, was einem angesehenen frommen Muselmanne gebührt.

Ali Schirs Mutter betrauerte ihren Gatten so lang, bis auch sie starb, und AliSchir ließ sie mit denselben Ehrenbezeigungen, wie seinen Vater, bestatten.

Da bemerkte Schehersad den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht erzähltesie weiter: