Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
846
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8^6 Vierhundert und zweiundachtzigfte Nacht.

Schlangen wieder, welche die tobte Schlange^zerrissen, bis nichts als der Kopf an ihrblieb, und dann wieder weggingen. Bald darauf hörte ich, ohne Jemanden zu sehen,folgenden Vers recitiren:

Fürchte das Schicksal und seine Tücke nicht, Gott wird dir schon wieder

Glück und Freude bringen."

Diese Worte machten einen tiefen Eindruck auf mich; ich setzte etwas heiterermeinen Weg fort, da hörte ich hinter mir eine Stimme, welche folgende Verse

recitirte:

Muselmann, der du den Koran gelesen, freue dich, du bist nun in

Sicherheit; fürchte keinen Satan mehr, denn wir sind ein rechtgläubiges Volk."

Ich sagte:Bei dem, den du anbetest, sprich, wer bist du?" Da verwandelte sichdie Stimme in eine menschliche Gestalt und sprach:Fürchte nichts! wir sind rechtgläubigeGeister, du kannst von uns fordern, was du begehrst; denn du bist unser Wohlthäter, duhast den Feind der weißen Schlange, meiner Schwester, getödiet; wir sind vierGeschwister, auf deren Dankbarkeit du zählen kannst. Mir ist, du seyst der träge AbuMuhammed, dem ein widerspenstiger Geist in der Gestalt eines Affen durch List seineBraut geraubt; aber wir wollen dich schon wieder zu ihr führen und den Geist

tödten."

Auf den Ruf des Geistes sammelte sich eine ganze Heerde Geister um ihn, die ernach dem Aufenthaltsorte des Affen befragte. Da sagte Einer:Ich weiß, daß er sichin der kupfernen Stadt aufhält, wo nie die Sonne scheint."So mache dich auf, AbuMuhammed!" sagte meine Freundin:einer unserer Sklaven wird dich dahin tragenund dir sagen, wie du dich deiner Frau bemächtigen kannst. Doch der Sklave ist einwiderspenstiger Geist, du darfst den Namen Gottes nicht vor ihm aussprechen, sonstentflieht er und du bist verloren." Ein Sklave nahm mich sogleich auf den Rücken undflog mit mir so hoch hinauf, daß mir die Sterne wie Berge vorkamen, und ich hörte,wie die Engel im Himmel Gott priesen. Ich unterhielt mich auch gut mit dem Sklaven,,der mir alles Wunderbare in der Luft zeigte, und der Name Gottes kam mir nichtüber die Lippen. Auf einmal kam ein Mann in grünem Gewände mit schwarzenHaarlocken, leuchtendem Gesichte und einem blitzenden Schwerte in der Hand, auf michzu und sagte:Abu Muhammed, sprich: Es gibt keinen Gott außer dem einzigenGott, sonst erschlage ich dich mit diesem Schwert." Alle meine Glieder zitterten, weilich den Namen Gottes nicht erwähnen durfte. Da schlug der Mann den Sklaven mitdem Schwerte, er zerrann und ward zu einem Haufen Asche, ich aber fiel in ein