Vierhundert und achtzigste Nacht. HZf
de» Vater des Mädchens rtlfen und sagte ihm: „Wir wollten diesem Jüngling die Handabbauen lassen, aber Gott bat mich davon zurückgehalten; nun schenke ich ibm zehntausendDinare, weil er seine Hand opfern wollte, um deine und deiner Tochter Ehre zuschonen. Auch deiner Tochter schenke ich zebntauscnd Dinare und wünsche, daß du sieihm zur Frau gäbest." — „Dein Wunsch werde erfüllt, o Emir!" rief der Vater desMädchens: „ich gebe meine Einwilligung zu dieser Ehe." Da sagte Chaled zumJüngling: „Ich gebe dir das hier anwesende Mädchen mit ihrer und ihres VatersEinwilligung zur Gattin, und schenke ibr zehntausend Dinare als Morgengabe." DerJüngling dankte Gott und dem Emir und führte seine Geliebte in sein Haus, und alleLeute gingen freudig aus einander. So war der Anfang dieses Tages traurig, dasEnde aber sehr erfreulich.
Sodann erzählte Scbehersad die
Geschichte des trägen Abu Mnhammed.
Harun Arraschid saß einst auf seinem Throne; da brachte ein Diener einegoldene Krone, mit allerlei Edelsteinen verziert, küßte die Erde vor ihm und sagte:„Mein Herr! die Gebieterin Subeida verbeugt sich vor dir und läßt dir sagen, daß,wie dir wohl bekannt, sie eine goldne Krone bestellt habe, und nun bedarf sie einesgroßen Steines für die Spitze derselben, denn sie hat in ihren Schatzkammern keinenpassenden finden können." Der Chalif befahl seinen Kammerhcrren, einen großen Edelsteinaufzusuchen, sie konnten aber keinen finde», der für Subeida's Krone groß genuggewesen wäre. Als sie dies dem Chalifen berichteten, rief er bestürzt aus: „Wie, ichbin Chalif und besitze keinen Edelstein für Subeida's Krone? Wehe euch! sucht einmalbei den Juwelieren!" Diese sagten aber den Kammcrherren: „Der Chalif findet einensolchen Edelstein nur bei einem Manne ans Baßra, welcher Abu Muhammed, derMüssiggänger, genannt wird." Masrur ward sogleich mit einem Schreiben an denStatthalter von Baßra gesendet, worin der Chalif ihn aufforderte, ihm AbuMuhammed zu schicken. Sobald der Statthalter von Baßra das Schreiben desChalifen gelesen hatte, schickte er seinen Adjutanten mit Masrur zu Abu Muhammed.Masrur klopfte an dessen Thüre und sagte dem Diener, der herauskam: „Melde
i deinem Herrn Masrur aus Bagdad, vom Fürsten der Gläubigen an ihn gesandt."Sobald der Diener dies seinem Herrn berichtete, kam er heraus und verbeugte sich vor