836 Niorbiiiikieri ,i»t> achtzigste Nacht.
mit der Vollstreckung deines Befehls, bis du dieses Briefchen gelesen." Sie überreichteihm hierauf ein Briefchen, welches folgende Zeilen enthielt:
„O Cbalcd! dieser Man» ist unschuldig; die Pfeile mciiicr Blicke habenibu liebcskrank dahingestrcckt; ich will gestehen, was er vcrläugiict, »m den Rufseiner Geliebten zu schone»; last ab von dein linglücklichen Jiingling, der soedel liebt und kein Dieb ist." -
Als Cbaled diesen Brief gelesen hatte, seufzte er, zog sich von seinem Gefolgezurück und ließ das Mädchen zu sich kommen. Auf sein Verlangen erzählte sie ihm,daß dieser Jüngling sie liebe und von ihr wieder geliebt werde, und daß er sie zuweilenNachts besuchte; „aber das Geschick wollte, daß er in der gestrigen Nacht von meinemVater und meinen Schwestern ertappt wurde. Als er sie aber kommen hörte, packte erschnell Maaren zusammen, um für einen Dieb gestalten zu werden; auch in deinerGegenwart gab er sich lieber für einen Dieb ans, als mich zu verrathen, so groß istsein Edelmutb." Cbaled rief den Jüngling zu sich und küßte ihn, dann ließ er auch
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