Vierhundert
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achtzig st e V a ch t
Geschickte Ehaleds, des Gmirs von Baßra
Willst keinen mebrere Leute und schleppten vor Chaled einen jungen, schönen Mann,der sehr vornehm aussah und dessen Benehmen viele Bildung und Anstand verrieih.Chaled fragte sie, was sic von diesem jungen Manne wollte»? Sie sagten: „Es istein Dieb, den wir gestern in unserm Hause gefangen." Als Chaled ihn betrachteteund von so zartem und ehrwürdigem Aussehen fand, befahl er ihnen, ihn los zu lasse»,näherte sich ihm und fragte ihn, ob er wirklich ein Dieb sey? Er antwortete: „DieAnklage dieser Leute ist gegründet." — „Und was hat dich dazu bewogen? du bist jaso wohlgestaltet und siehst so vornehm aus?" — „Die Begierde nach Geld und derNathschluß Gottes, gepriesen sey er!" — „Möchte doch deine Mutter einen solchen Sohnnie geboren haben! dein schönes Gesicht, deine vornehme Erziehung und deine feineBildung hätten dich doch vom Stehlen abhalten sollen!" — „Laß dies, o Emir! und vollziehenur das Gebot Gottes, wie ich es verdient habe; denn Gott thut Niemanden Unrecht."
Chaled dachte eine Weile über diesen Vorfall nach, dann ließ er den Jünglingnäher treten und sagte: „Dein eignes Geständniß läßt mich vermuthen, daß du keingewöhnlicher Dieb bist, sondern daß du etwas ganz Anderes im Sinne gehabt; erzählemir nur dein Abenteuer." Der Jüngling versetzte: „O Emir! laß dir nichts Anderesin den Sinn kommen, als was ich dir selbst gestanden; ich weiß nichts zu erzählen, als