Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
833
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Hängt die Scheidung vom Chaliscu, vom Kadi, oder von mir ab? ich lasse mich, beiGott! nicht scheiden." Der Chalif gerieth in heftigen Zorn, aber der Kadi sagte:Erschrick nicht, du kannst ihre Ehe ungültig machen, schenke nur den Mameluken, derdoch dein Eigenthum ist, der Sklavin, so ist ihre Ehe gelöst." ' Da stand der Chalifauf und sagte:Ein Mann deinesgleichen verdient, Kadi zu sehn." Er ließ dann

Schüsseln voll Gold holen, legte sie vor ihm hin und fragte ihn, ob er Etwas bei sichhabe, um dieses Gold hinein zu thun? Da erinnerte sich der Kadi des Gerstensacks,ließ sich ihn bringen und trug ihn mit Gold gefüllt fort. Am folgenden Morgen sagteer zu seinen Schülern:Wer nichts gelernt hat, der lerne Etwas; seht einmal, wie

viel Gold ich für die Lösung von drei Fragen erhalten habe." Und du, gebildeterLeser! denke über diese anmuthige Geschichte nach, du findest manches Schöne darin;du siehst, was sich der Vizier Djafar gegen den Chalife» erlauben durfte, wiegewissenhaft der Chalif das Gesetz befolgte und wie gelehrt sein Kadi war. GottesErbarmen ftp mit ibne»!

Mit diesen Worten schloß Schehersad ibre Erzählung. In der nächsten Nachtbegann sie, wie folgt:

' Weil keine Frau ihren Sklaven hcirathen darf, oder sic mußte ihm zuerst die Freiheit schenk-u.

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Tausend und eine Nacht. II.

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