Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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Vierhundert und achtundstebenzigjte Nacht.

Als der falsche Chalif diese Verse hörte, stieß er ein laiites Geschrei aus,zerriß sein Kleid von oben bis herunter und bedeckte sich mit dem Teppich, bis manihm ein anderes, schöneres Kleid brachte. Dann setzte er sich nieder, und als der Becheran ihn kam, schlug er wieder mit dem Scepter auf den Boden; es öffnete sich eineThüre, ein Diener trat mit einem goldenen Throne heraus und ihm folgte ein Mädchen»och schöner als das erste; sie setzte sich auf den Thron, nahm eine Laute in dieHand und sang zur Bestürzung aller Neider folgende Verse:

»Me soll ich Geduld haben, wenn die Flamme der Sehnsucht in meinemInnern brennt und eine ewige Sündflut aus meinen Augen strömt? Bei Gott!mein Herz ist von solchem Schmerz erfüllt, daß ich am Leben keine Freudemehr habe."

Der falsche Chalif schrie wieder, zerriß sein Kleid, zog den Teppich über sich her,nahm ein anderes Kleid und klopfte, als der Becher an ihn kam, wieder mit demScepter, und abermals erschien ein Diener mit einem Thron und einem Mädchen miteiner Laute, welche folgende Verse sang: