Vierhundert und sechsundlrebenzigste Nacht.
einen Wink, und ich erzählte ihm mein Abenteuer, sagte ihm auch, daß ich dem Mädchenversprochen habe, ihn zu ihr zu bringen. Ma mun sagte: „Du hast wohl gethan,"
denn sein Herz entbrannte schon so sehr vor Sehnsucht nach ihr, daß er kaum die Nachterwarten konnte, bis ich ihn an den Korb begleitete. Als wir an die Mauer kamen,fanden wir zwei Körbe und wir wurden Beide hinaufgehoben. Das Mädchen kam unSfreudig entgegen und grüßte uns. Sie erzählte dann Manches und rccilirte Gedichte;dann ließ sie Wein bringen, ergriff die Laute und sang etwas. Sie fragte mich hierauf:„Ist dein Vetter auch Kaufmann?" Ich sagte: „Ja." Bald aber hatte MatNun. so viel Wein getrunken, daß er, obschon ich ihn gebeten hatte, mich nicht bei meinemNamen zu rufen, in seinem Entzücken ausricf: „O Jshak! singe mir doch auch ein^ Lied." Das Mädchen erkannte dadurch mich und den Chalifen, und zog sich in einNebengemach zurück. Als ich gesungen hatte, sagte mir der Chalif: „Sieh einmal,wer der Herr dieses Hauses ist?" Da sprang eine Alte herbei und sagte: „Es gehört^ Hasan, dem Sohne Sah als." Der Chalif befahl ihr, ihn zu holen. Als die Alte„ach einer Weile mit Hasan kam, fragte Mamun ihn: „Hast du eine Tochter?"
Er sagte: „Ja, sie heißt Chadidja." — „Ist sie verheirathct?" — „Nein." —
! „Nun so halte ich um sie an." -- „Sie ist deine Sklavin und steht dir zu Gebote."
^ — „Ich nehme sie zur Gattin, lasse dir diesen Morgen noch dreitausend Dinare§ als Mvrgengabe bringen, und du führst mir sie noch diese Nacht zu." Als wiri hierauf weggingen, verbot mir der Chalif, von der ganzen Sache etwas zu erzählen;
ich schwieg auch bis zu Main uns Tod. Ich hatte in meinem Leben nicht so viel^ genossen, als in diesen vier Tagen, des Tags in Mamuns und des Nachts i»Chadidja's Gesellschaft; aber, bei Gott, ich habe nie einen Mann wie Mamungefunden, noch ein Mädchen, das Chadidja an Geist, Schönheit und Beredsamkeit! gleichkäme.
^ Schehersad verschob die Erzählung einer andern Geschichte auf die nächste Nacht,in welcher sie mit folgenden Worten begann:
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Tausend und eine Nackr.' N