Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
806
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806 Vierhundert und uierundsicbenzigjie V»cht.

Stockzähne sehen konnte. Hi sch am sagte:Ich glaube, du bist verrückt: du siebst, daßdu von der Welt scheiden mußt, und verspottest dich selbst?" Der Araber erwiderte:O Fürst der Gläubigen: da sich die Lebenszeit nicht verschieben läßt, so schadet mirdein Mordbefehl nicht wenig und nicht viel; doch, da du mich immer hinrichten lasse»kannst, so höre erst eine kleine Anekdote:

Ich habe vernommen, daß das Schicksal einst einem Falken einen Spatz in dieKlauen trieb und dieser Spatz sprach zum Falken, der eilig mit ihm davonflog: bin ichnicht zu gering, als daß du mich ausfressest? du kannst doch an mir dich nicht sättigen;der Falke lächelte vor Erstaunen und ließ den Spatz fliegen."

Hi sch am lächelte und sagte:Bei meiner Verwandtschaft mit dem Gesandten

Gottes, hättest du gleich anfangs ein solches Wort gesprochen, ich würde dir Alles bisauf das Chalifat gegeben haben!" Er rief dann dem Scharfrichter zu:Schone diesenPerlenmund!" Der Araber wurde freigelassen und reich beschenkt nach Hause geschickt.

Bei diese» Worten bemerkte Schehersad den Tag und schwieg. In der nächstenNacht begann sic die Erzählung einer andern Geschichte, wie folgt: