Vierhundert und vierun-stebenzigtie Nacht
Man erzählt ferner: Maan ging einst in zahlreicher Gesellschaft auf die Jagd. Dasahen sie eine Heerde Gazellen und «heilten sich nun, sie zu verfolgen. M a an jagte langeeiner Gazelle nach, aber als er auf dem Punkte war, sie zu fangen, kam Jemand aufeinem Esel aus der Wüste geritten. Maan gab die Gazelle auf, ritt dem Fremdenentgegen, grüßte ihn und fragte ihn: „Woher kommst du?" Er antwortete: „Aus
einem schlechten Lande, das schon viele Jabre unfruchtbar war; dieses Jahr war esergiebig und ich säete Gurken, die aber zur Unzeit hervorkamcii; ich nahm daher diewenigen guten zusammen und machte mich auf den Weg zum Emir Maan, dessenGüte und Freigebigkeit so sehr berühmt ist." - „Und was hoffst du von ihm zuerlangen?" — „Ich werde ihn um tausend Dinare ansprechen." — „Wenn er abersagt: das ist viel?" — „Nun so bitte ich um fünfhundert." — „Wenn er auch das z»viel findet?" — „So begnüge ich mich mit hundert." — „Und wenn er auch so vielnicht gibt?" — „Mit fünfzig Dinaren." — „Und verweigert er auch diese Summe?"-„Nun doch dreißig." — „Wenn er aber auch das zu viel findet?" — „Nun, so begebeich meinen Esel unter seinen Schutz und kehre bestürzt nach Hause zurück." Maau