Vierhundert und einundstebenzigstc Nacht.
Sobald die Lampe gefunden war und der Chalif sie als die seinige erkannte/ ließ erAchmed, den Dieb, festnehmen und prügeln, bis er Alles eingestand. Der Cbalif ließdann auch den Emir Chalcd festnchmen. Dieser sagte aber: „O Fürst der Gläubige»!mir geschieht Unrecht, denn du hast mir befohlen, Ali zu hängen, und ich wußte nichtsvon den Jntrigucn, welche zwischen dem Diebe, seiner Mutter und meiner Gattinstattfanden." Der Chalif fragte dann: „Wo ist Aßlans Mutter hingckomineii?"Chaled antwortete: „Sic ist bei mir." Da sagte der Chalif: „Ich befehle deinerGattin, daß sie ihre Kleider und ihren Schmuck Jasmin anziehe und sie wieder zurHerrin mache; man erbreche dann das Siegel vor Ali's Haus und gebe seinem Sohnesein ganzes Vermögen." Dann sagte der Chalif zu Aß lau: „Hast du noch Etwaszu wünschen?" Er sagte: „Ich wünsche, daß du mich mit meinem Vater vereinigest."Der Chalif sagte weinend: „Ich habe den Befehl ertheilt, deinen Vater zu hängen;
aber bei dem Leben meiner Ahnen, wer mir die Nachricht bringt, daß Ali noch lebt,dem gebe ich, was er begehrt." Da trat Achmed, der Oberste, hervor, küßte die Erde!vor dem Chalifcn und sagte: „Versprich mir Sicherheit, o Fürst der Gläubigen!" Als ^der Chalif sie ihm gewährte, sagte er: „Ich verkünde dir, daß der treue, redliche Ali nochlebt; bei dem Leben deines Hauptes, ich habe ihn durch einen Andern ausgelöst, ihn!nach Alexandrien gebracht und ihm dort einen Krämcrladen geöffnet." — „So machedich gleich auf den Weg," sagte der Chalif, „und bringe ihn wieder hierher."
Schehersad unterbrach ihre Erzählung, setzte sie aber in der folgende» Nachtalso fort: