Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
788
Einzelbild herunterladen
 

^88 Vierhundert und ciilundstebenzigste Nacht.

wirklich sein Vater war, daß der Emir ibn aber als seinen Sohn erzogen, worauf eribr erzählte, was er vom Diebe Achmed gehört. Da sagte Jasmin:Geb gleichzum Obersten Achmed, der war ein Freund deines Vaters und wird dir am beste»ratbeu, wie die Unschuld deines Vaters an den Tag kommen und oer Verläumderbestraft werde."

Aßlau ging sogleich zum Obersten Achmed, küßte ihm die Hand und sagte ihm:Ich habe mich überzeugt, daß Ali mein Vater war, und bitte dich nun, Blutrache a»seinem Mörder zu nehmen."Wer bat deinen Vater gemordet?"Der DiebAchmed."Wie so weißt du das?"Ich habe bei ibm die Lampe gesehen mitden Edelsteinen, die dem Chalifcu gehörte; ich bat ihn, mir sie zu geben, aber er wolltenicht und sagte, die bat schon ein Leben gekostet, und erzählte mir dann, wie er de»Diebstahl begangen und das Gestohlene in meines Vaters Haus niedcrgelegt habe." -Das Beste ist," sagte Achmed:wenn du den Emir Chaled in Kriegsrüstunzausgehen siehst, so bitte ihn, daß er dir auch eine militärische Uniform anziehe; wen»du dich dann vor dem Chalifcn tapfer gezeigt hast und er dich fragt, was du wünschest,so sage: ich verlange, daß Blutrache an dem Mörder meines Vaters genommen werde,und wenn er dir sagt, dein Vater scy ja wohl, so erwidere ihm, Ali scy dein Vaterund der Emir habe dich nur als Sohn erzogen; erzähle ihm dann, was zwischen dirund dem Diebe Achmed vorgefallen, und beschwöre ihn, eine Untersuchung anzuordne»,ich werde dann die Untersuchung selbst leiten." Aßlan ging nach Hause zum Emir,der sich eben rüstete, um den Chalifen auf der Rennbahn zu bewachen, da bat er ihn,daß er auch ihn als Ritter kleide und mitnehme. Chaled ritt mit Aßlan zur Stadthinaus, die Zelte wurden aufgeschlagcn, die Krieger stellten sich in Reihen und Achmednahm neben dem Emir Platz; die Ballspiele begannen, sobald der Chalif erschien, derunter einem seidenen Zelte den Ritter» zusah. Es hatte sich aber unter den Kämpfer»ein Spion ciugeschlichen, der dem Chalifen nach dem Leben trachtete und ihm eine»Stein in's Gesicht schleudern wollte; Aßlan fing ihn aus, wendete ihn vom Chalifenab und warf ihn dem, der ihn geschleudert hatte, zurück, so daß er zu Boden fiel. DerChalif rief erschrocken:Gott segne dich, Aßlan!" Er ließ dann den Verräther vor

sich kommen, der nach ihm geworfen, und fragte ihn, was ihn dazu bewogen habe, miteinem Steine nach ihm zu werfen? Er antwortete:Ich bin dein Feind und ein Fcinddeines Glaubens." Nachdem der Chalif den Befehl zu dessen Hinrichtung gegeben hatte,sagte er zu Aßlan:Bitte dir Etwas von mir aus!" Aßlan erwiderte:Ichwünsche, daß du den Tod meines Vaters rächest."Hier steht ja dein Vater ganz