Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
787
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Vierhundert und einundsiedcnzigste Vucht.

Treppe bincnlf, freute sich sehr, als sie ihr Kind auf Cbaleds Schooßc sab, unddankte Gott, der ihm so viele Liebe für das Kind cingegeben. Als das Kind seineMutter sah, wollte es über sic herfallcn, aber Chaled hielt es in seinen Armen festund sagte zu Jasmin:Tritt näher! du weißt, daß Ali, der Vater deS Kindes,

ein Bcrrätber war, darum rathc ich dir, wenn dir die Zukunft deines Kindes am Herzenliegt, sowohl ihm selbst, als allen Leuten, die nach ihm fragen, mich als seinen Vaterauszngeben." Jasmin vertheidigte zwar ihren Galten Ali, den sie noch immer liebte,willigte aber doch gern ein, Aßlan als den Sohn des Emirs Chaled zu erziehen, undnach einigen Jahren hielt man in der ganzen Stadt Aßlan für den Sohn des EmirsChaled. Nachdem Aßlan im Schreiben und Koranlesen gehörige Fortschritte gemachthatte, führte ihn Cbaled auch auf die Rennbahn und ließ ihn in allen Kriegskünste»unterrichten. Als Aßlan ein Alter von vierzehn Jahren erreicht batte und als jungerEmir gekleidet ausging, traf er mit dem Diebe Achmed zusammen und befreundete sichbald mit ihm. Eines Tages ging er mit ihm in sein Trinkgemach, in welcher die kleineLampe des Chalifen angezündet war. Aßlan fand diese Lampe so zierlich, daß er denHauptmann Achmed bat, ihm diese Lampe zu schenken. Achmed sagte, er könne dickeLampe nicht verschenken, weil sie einem Menschen das Leben gekostet.Wem denn?"fragte Aßlan erstaunt. A ch m e d antwortete:Einem Fremden, den man zum Oberste»der Sechzig gemacht, sein Name war Ali Eddin."Und wie ging das zu?"fragte Aßlan wieder. Achmed, der halb betrunken war, erzählte ihm hierauf dieGeschichte Habsalams, den er für Aßlans Bruder hielt, dann die Jasmins, dieer auch nicht als seine Mutter kannte; er ging dann auf seine Gefangenschaft über undauf seine Befreiung durch den Emir und schloß mit der ungerechten Hinrichtung A li's.Als Aßlan dies hörte, dachte er: JaSmin ist meine Mutter, wer weiß, ob nichtjener unglückliche Ali mein Vater war? Er ging unruhig weg und begegnete demObersten Achmed. Als dieser Aßlan sah, rief er erstaunt aus:Gepriesen scp der,dem nichts ähnlich ist!" Da fragte ihn sein Adjutant Hasan:Worüber wunderst dudich so, mein Oberster?" Er antwortete:Ucber die Gestalt und das Gesicht Aßlans,der Ali so ähnlich sicht." Achmed rief dann Aßlan zu sich und fragte ihn:Werist dein Vater?" Er antwortete:Der Emir Cbaled."Und deine Mutter?"

Die Sklavin Jasmin."Das glaube ich nicht, Niemand anders als Ali ist deinVater; frage einmal deine Mutter." Aßlan ging zu seiner Mutter und fragte sie,wer sein Vater sep? und als sie antwortete:Der Emir Chaled ist dein Vater,"versetzte er:Nein, Ali ist mein Vater." Jasmin gestand ihm weinend, daß Ali