Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
785
Einzelbild herunterladen
 

Vierhundert und siebenzigste Nacht.

M mit Ali nach Baias; ' hier verkaufte Ali seinen Maulesel und empfahl demPförtner des Chans, wo sie abgestiegen waren, den Maulesel Achmeds und mietheteei» Schiff »ach Alerandricn. Alö sie durch die Straße der Stadt gingen, rief einMakler einen Laden für neunhundert und fünfzig Dinare aus. Als Ali tausend Dinarebot, ging der Eigenthümer den Handel ein und überlieferte ihm die Schlüssel. Aliöffnete den Laden und fand ihn mit Teppichen und Kiffe» bedeckt; er enthielt ein ganzesArscnalmagazin: Segel, Stricke, Anker, Kisten und Schränke voll Steigbügel, Panzer,Beile, Messer, Scheeren und dergleichen.

Achmed sagte dann zu Ali:Mein Sohn! der Laden mit Allem, was darin ist,

wird bald dein Eigenthum seyn, bleibe nur hier und handle redlich, Gott wird dichsegnen; ich gehe wieder nach Bagdad, um zu sehen, wer dir diesen Streich gespielt,und kehre, so Gott will, bald mit einem Sicherheitsschreiben vom Chalifen zu dirzurück."

Nach drei Tagen schiffte sich Achmed wieder nach Baias ein, nahm dort seinMaulthier und ritt nach Bagdad, wo er von Hasan mit Vergnügen hörte, daß erdem Chalifen während seiner Abwesenheit gar nicht eingefallen sep. Auch hörte er, daßder Chalif zwar an der Hinrichtung Ali's zweifelte, aber doch gegen ihn keinen Verdachthege. Der Chalif hatte nämlich am Tage nach der vermeinten Hinrichtung Ali's,dessen ruchloses Verfahren er gar nicht vergessen konnte, die Freude haben wollen, ihnam Galgen zu sehen. Er ging daher mit dem Vizier auf den Hinrichtungsplatz, fandaber den Gehenkten größer, als Ali war. Als er Djafar darauf aufmerksam machte,erwiderte dieser:Wenn man hängt, so streckt man sich."

Der Tag unterbrach die Erzählung, welche in der nächsten Nacht von Schehersadfolgendermaßen fortgesetzt wurde:

' Ein Hafen in yrien.

Tausend und eine Nai-t. II.

99