Vierhundert und neunundsechzijiste Nacht. HO
Gott schwören will, so sage nur, er soll bei seiner Scheidung von dir schwören; ihuter dies, so sage ihm: Du hast im Gefängnisse einen Hauptmann, mit Namen Achmed,der hat eine arme Mutter, die mich gebeten hat, du möchtest ihn doch loslassen unddem Chalifcn vorstellen, damit er Buße thne. Ist einmal ihr Sohn frei, dann sollder unsrige nicht mehr lange nach seiner Sklavin schmachten."
Als der Polizeioberste zu seiner Gattin kam, befolgte sie den Ratb der Alien, undam folgenden Morgen ging er in's Gcfängniß zu Achmed und fragte ihn: ob er Bußelhun wolle? Achmed antwortete: „Ich kehre zu Gott zurück und flehe ihn im Herzenum Vergebung an." Chaled führte ihn gefesselt mit sich in den Divan und küßtedie Erde vor dem Chalifcn. Als dieser den Emir fragte, was er begehre? stellte er
ihm den Dieb Achmed vor und sagte: „Dieser Unglückliche hat eine arme, verlasseneMutter, die er bisher ernährt; sie kam daher zu deinem Sklaven und beschwur ihn,bei dir, o Fürst der Gläubigen! Fürbitte einzulegen, daß du ihn entfesseln lassest und