770 Vierhundert und srebcnnudscchzigste Nacht.
wir unsere chemischen Zubereitungen beginnen; laß uns setzt wieder eine Arie höre»,denn wir sind große Musikfreunde." Subeida spielte etwas auf der Laute, daßSteine dabei hätten tanzen mögen, und auch diese Nacht verging wieder bei Gesang,Musik und muntern Gesprächen. Als das Morgenlicht heranbrach, legte der Chalifwieder hundert Dinare unter den Teppich und ging mit seinen Leuten fort. So kamer neun Rächte hintereinander wieder und legte jedesmal hundert Dinare unter denTeppich.
In der zehnten Nacht kam der Chalif nicht. Am folgenden Morgen schickte eraber zu dem Aufseher der Kaufleute und ließ sich fünfzig Ballen ägyptische Maarenbringen, jede» für tausend Dinare; dann ließ er einen seiner Sklaven rufen, gab ihmein Kleid, zwei goldene Waschbecken und einen Brief und sagte ihm: „Nimm dies
Alles, bringe es Ali Eddin, und gib dich für den Sklaven seines Vaters aus."Subeida's Vetter war schon zu ihrem Vater gegangen und hatte ihm gesagt: „Gehjetzt zu Ali, um deine Tochter von ihm scheiden zu lassen." Auf seinem Wege sah derAlte fünfzig Maulthiere mit Maaren beladen und einen Sklaven, der auf einem Maulthicreritt. Da fragte er ihn: „Wem gehören diese Maaren?" Er antwortete: „MeinemHerrn Ali; sein Vater hat ihn mit Maaren hergeschickt, die ihm die Beduinen geraubthaben, drum schickt er ihm jetzt andre Maaren nebst einem Maulthiere mit fünfzigtausenbDinaren beladen, und einem Päckchen, worin ein kostbares Kleid und zwei goldneWaschbecken." Da sagte Subeida's Vater: „Ali ist mein Verwandter, ich will euchsein Haus zeigen."
Schehersad schwieg, da der Tag nahe war; in der nächsten Nacht erzählte siealso weiter: