Vierhundert »nd sechsundsechzigste Nacht. ^05
so will ich dich mit nach Hause nehmen und den Ehecontract mit meiner Tochter schreibenlassen; du kannst diese Nacht ihr Gatte bleiben, mußt dich aber morgen von ihr scheidenlassen, und ich gebe dir, was ich dir versprochen." Ali dachte: Bei Gott, besser ineinem Hause auf einem Brautbctte schlafen, als hier in dieser Moschee oder auf derStraße; er ging daher mit dem Alten und seinem Neffen zum Kadi. Als der Kadifragte, was sie wollten, sagte der Alte: „Ich will meine Tochter diesem Manne alsrechtmäßige Frau geben, jedoch mit der Bedingung, daß er zehntausend Dinare alsMvrgengabe verspreche; läßt er sich aber nach der ersten Nacht von ihr scheiden, sogebe ich ihm ein Kleid für tausend Dinare, ein Maulthier für tausend Dinare undtausend Dinare Geld." Als der Contract unter diesen Bedingungen geschlossen war,steckte ihn der Alte zu sich und ging mit Ali in sein Haus, wo er ihm ein schönesKleid reichen ließ. Während Ali mit seiner Toilette beschäftigt war, ging der Alte zuseiner Tochter und sagte ihr: „Nimm hier den Ehecontract, den ich für dich mit einemschönen Jüngling, der Ali heißt, geschloffen."
Da bemerkte Schehersad den Tag und schwieg; in der nächsten Nacht erzählte sieweiter: