Nirrhiindert lind sechvniidsechzigstr Nacht.
Haut davon gekommen zu sepn." Ali stand dann auf und ritt mit Mahmud in seinHaus nach Bagdad. Mahmud ließ Ali in's Bad fuhren und sagte ihm: „DeinGeld und deine Maaren haben dein Leben gerettet; wenn du mir gehorchst, so gebeich dir noch einmal so viel." Er fiibrte ihn dann in ein königlich ausgestattetes Gemachund ließ einen Tisch bringen, mit den köstlichsten Speisen und Getränken beladen. Alsaber Mahmud mit den schönsten Versprechungen sein früheres Anerbieten wiederholte,sagte Ali: „Lebst du noch immer in deinem Wahne? Das kann nie seyn; nimmdein Maulthier und deine Kleider wieder und öffne mir die Thiire, daß ich gehe." AlsMahmud ihm öffnete, ging er wieder halb nackt fort, so daß alle Hunde hinter ihmher bellten. Da er die Thiire einer Moschee offen fand, ging er hinein und sah zweiSklaven mit zwei Laternen vor zwei Herren hergehcn, deren einer ein schöner Greisund der andere ein junger Mann war; dieser sagte zu jenem: „Ich beschwöre dichbei Gott, mein Onkel, gib mir meine Base wieder." Der Alte erwiderte: „Ich habedich oft genug gewarnt, und doch hast du dich von ihr scheiden lassen." Als sich hieraufder Alte umsah und einen jungen Mann hinter sich erblickte, grüßte er ihn und Alierwiderte seinen Gruß.
Der Alte sagte dann zu Ali: „Wer bist du, Jüngling, und was thuft du zudieser Stunde hier?" —„Ich bin Ali, der Sohn Scheins Eddins aus Kahira; ichbat meinen Vater, mich reisen zu lassen und mir Maaren mitzugeben, und er gab mirfünfzig Ballen Maaren und zehntausend Dinare. Hiermit reiste ich bis in denLöwenwald, da kamen Beduinen und nahmen mir Alles weg; ich kam nun in dieseStadt, und wußte nicht, wo ich übernachten sollte, drum trat ich in diese offene Moschee."Der Alte sagte ihm: „Mein Sohn! was sagst du dazu, wenn ich dir ein Kleid fürtausend Dinare, ein Maulthier für tausend Dinare und noch tausend Dinare Geld schenke?"Ali versetzte: „Und welchen Dienst forderst du für diese große Gabe?" — „Höre mich,"antwortete der Alte: „Dieser Mann, der hier bei mir ist, ist mein Neffe; er ist dasEbenbild seines Vaters, wcßhalb ich ihn wie meinen Sohn liebe und ihm meine TochterSubeida, welche sehr schön und liebenswürdig ist, zur Frau gab, obschon sie ihn garnicht liebte. Nun ließ er sich aber schon dreimal von ihr scheiden und doch schickt erwieder alle Leute an, um mich zu bewegen, sie ihm wieder zu geben. Ich sagte ihmaber: Dies darf nur auf gesetzlichem Wege geschehen; ich will zuerst sie einem Fremdengeben, damit dir Niemand etwas vorzuwerfen habe. ' Da du nun hier fremd bist,
' Nach den muselmännischen Gesetzen darf ein Mann sich dreimal non seiner Fra» scheiden lassen und sic wiedernehmen, aber hernach darf er sic nicht eher wieder heirathen, bis sic inzwischen einen andern Mann gehabt hat.
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