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Vierhundert und sechsuiidsechzigste Vlieht.
Hierauf verließ ihn Ali, kehrte zu Kemal Eddin zurück und sagte ihm: „Mahmud istein lasterhafter Mann, ich werde nicht mehr mit ihm umgehen." Kemal Eddinerwiderte: „Habe ich dir nicht gerathen, von ihm zu bleiben? Doch, mein Sohn, wirdürfen uns seht nicht von ihm trennen, wir können uns hier an keine andere Karavane! anschließen." Aber Ali bestand darauf, ihn sogleich zu verlassen, und reiste allein! mit Kemal Eddin fort. Als sie in ein Thal in der Nähe von Bagdad kamen,da wollte Ali lagern. Kemal Eddin rieth ihm, schnell weiter zu ziehen, um die
Stadt noch vor Thorschluß zu erreichen, denn sobald die Sonne untcrging wurden
damals die Thore Bagdads geschlossen und erst wieder mit Sonnenaufgang geöffnet,aus Furcht vor de» Ketzern, die sie entnehmen und die wissenschaftlichen Werke in de»Tigris werfen wollten. Ali sagte aber: „O mein Vater! ich bin nicht des Gewinnswegen mit diesen Maaren hierher gekommen, sondern um die Bewohner dieses Landeskennen zu lernen. Ich will lieber erst morgen früh in Bagdad einziehen, damit die! !Leute der Stadt auch meine Maaren sehen und mich kennen lernen." Kemal Eddin
warnte ihn iroch vor den umherstrcichcudeu Beduinen, aber demungcachtct ließ Ali die
Maaren von den Maulthiercn abladen und Zelte aufschlagcn. Als er aber um Mitternachterwachte, sah er in der Ferne etwas glänzen; er fragte den Führer, was das wäre,dieser sah scharf hin und bemerkte ägyptische Waffen und arabische Schwerter; es wareine Horde Beduinen mit ihrem Anführer Scheich Adjlan, welcher immer näher kam,und bald hörte Ali, wie sie unter einander sagten: „O Nacht der Beute!" KemalEddin, der zuerst um Hülfe schrie, wurde von Scheich Adjlan selbst an der Thüredes Zelts durchbohrt. Dem Wasserträger, welcher dann schrie: „Wehe euch, erbärmlichesGesindel!" wurde ein Hieb auf die Schulter versetzt, der ihn zu Boden stürzte. Danngingen die Beduinen herein und heraus und verschonten Niemanden von Ali's Leuten,luden die Maaren auf Ali's Maulthicre und gingen fort. Ali, der in einer Eckedes Zeltes lag, dachte: mein mit Gold durchwirktcs Oberkleid könnte mich noch in Gefahr ^bringen; er zog es daher aus und wendete sich gegen die Thüre des Zeltes; da fand ereinen See vom Blute der Erschlagenen, so daß er Mühe hatte, herauszuwaten.
Scheich Adjlan fragte dann die Beduinen, ob diese Karavane von Bagdadkomme oder dahin zöge; und als man ihm antwortete, sie komme von Aegypten undgehe nach Bagdad, sagte er: „Kehrt noch einmal zu den Erschlagenen zurück, dennich glaube, der Herr der Karavane, der doch dabei scyn muß, ist noch nicht todt."Die Beduinen kehrten zurück, und als sie Ali vor dem Zelte fanden, sagte ihm einer!von ihnen: „Ah, du hast dich todt gestellt! aber nun sollst du mich nicht mehr täuschen."!