Vierhundert und dreiundsechzigste Nacht.
an Schönheit, morgen lasse ich ihr ein Gemach neben demNaams cinräumen und ausLiebe zu Na am ihr kostbare Kleider und Teppiche, und was sie sonst bedarf, geben."Die Schwester des Chalifen setzte dann ihrem Bruder Speisen vor, er ließ sich „ebenNaam nieder, füllte einen Becher und bat sie zu singen. Naam begann:
„O Krone aller Könige der ganzen Erde, wessen Ruhm gleicht den,dcinigcn? O Einziger in Edelmnth und Freigebigkeit, möge der Herr dichallen Feinden zum Trotz in fortdauerndem Sieg und Glück erhalten."
Nachdem so der Chalif bei Wein und Gesang den größten Theil der Nachtzugcbracht hatte und in der besten Laune war, sagte ihm seine Schwester: „Höre,
o Fürst der Gläubigen, eine Erzählung, die ich in Büchern glaubwürdiger Männergelesen: Man behauptet fdoch nur Gott weiß Alles), es war in der Stadt Kufa einjunger Mann, welcher Naama hieß; er hatte eine Sklavin, die er sehr liebte undvon der er wieder geliebt ward, denn sie wurden wie Geschwister zusammen erzogen.Als sie seine Gattin ward, verfolgte sie das Schicksal mit seinen Unfällen und verhingTrennung über sic; sie wurde aus seinem Hause gestohlen und der Dieb verkaufte sieeinem König für zehntausend Dinare. Aber ihr Herr liebte sie so sehr, daß er seineHeimath und seine Familie verließ und ihr nachreisie, bis er Mittel fand, sie wiederzu sehen."
Da bemerkte Schehersad den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht erzähltesie weiter: