Virrhnn-ert und dreiundfechzigste Nacht.
„Dcr Mond wäre dir ähnlich, wenn cr sich nicht zuweilen verdunkelte, dieSonne würde dir gleichen, wenn sie sich nie verfinsterte. O Geliebte! dcr dieSonne zu dienen bereit ist, aus deinen schönen Augen fahren Blitze, die mirdas Gesicht rauben."
Er trank dann den Becher aus, füllte einen andern und überreichte ihn derSchwester des Chalifen; sic trank, nahm die Laute, stimmte sie und sang:
„Gram und Schmerz wohnen in meinem Herzen, und eine mächtige Gluttobt in meiner Brust. Vor vielen Leiden ward ich ganz mager und krank."
Sie füllte dann den Becher wieder, gab ihn Naama, welcher mit Begleitung derLaute noch folgende Verse sang:
„O Geliebte, der ich mein Herz geschenkt! So lange dn fern warst, warauch mein Geist nicht bei mir, und soll ich wieder dich verlieren, so nimm hiermeinen letzten Lcbenshauch.
Nachdem sie noch einige Zeit auf diese Weise sich belustigten, erschien der Fürstdcr Gläubigen; sie stunden auf und verbeugten sich vor ihm. Als der Chalif Naammit der Laute in der Hand sah, freute er sich sehr, sie so weit hcrgcstcllt zu finden;
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bald bemerkte cr auch Naama und fragte seine Schwester, wer sie sey? Sie antwortete:„Es ist eine Sklavin, an die Naam gewöhnt ist, sic kann nicht essen und nicht trinke»,wenn diese Sklavin nicht bei ihr ist." Da sagte dcr Chalif: „Bei Gott, sic gleicht ihr