Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
740
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Vierhundert und rinundscchzigste Vacht.

einen seiner Offiziere kommen und befahl ihm, von fünfzig Reitern begleitet, die Sklavinauf einem leichten Dromedar nach Damaskus dem Fürsten der Gläubigen zuzuführen;auch übergab er ihm ein Schreiben, das er dem Chalifen übergeben sollte.

Der Offizier setzte die über die Trennung von ihrem Herrn weinende Sklavinauf einen Dromedar und ritt mit ihr nach Damaskus. Er bat sogleich um Erlaubniß,vor dem Fürsten der Gläubigen zu erscheinen, und als er sie erhielt, überreichte er ihmden Brief Hadjadjs. Als der Chalif den Brief gelesen hatte, fragte er:Wo ist dieSklavin?" Der Offizier antwortete:Hier ist sie!" und stellte sie dem Chalifen vor,der ihr ein eigenes Gemach einräumen ließ. Der Chalif ging dann zu seiner Schwesterund sagte ihr:Hadjadj hat mir eine Sklavin von den schönsten Töchtern Kufa'sfür zehntausend Dinare gekauft, besuche sie einmal und befreunde dich mit ihr!"

! Die Schwester des Chalifen besuchte Na am und sagte ihr:Bei Gott! wer dich! in seinem Hause besitzt, ist nicht betrogen und hätte er hunderttausend Dinare für dichgegeben." Da sagte Naam:O du, mit freundlichem Gesichte, wem gehört dieses

Schloß? welcher König wohnt darin?"Weißt du nicht, daß cs das Schloß meinesBruders, des Fürsten der Gläubigen, ist?"Nein, bei Gott! meine Herrin, davonwußte ich nichts."Und bat der Mann, der dich verkauft und das Geld für dichgenommen, dir nicht gesagt, daß der Fürst der Gläubigen dich gekauft?" Als Naamdies hörte, antwortete sie nichts, weinte heftig und dachte: Bei Gott! die List istgelungen; wenn ich auch spreche, so wird Niemand mir glauben, vielleicht ist GottesHülfe nahe. Sie setzte sich dann, ermüdet von der Reise und von der Sonne verbrannt,auf ein Sopha und die Schwester des Chalifen verließ sie.

! Schehersad schwieg, um in der folgenden Nacht weiter fortznfahrcn: I