Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
735
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Vierhundert und sechzigste Nacht.

euers Landes bespülen. Der Fürst der Gläubigen hat uns daher hierher geschickt, umsolche Flaschen aufzusuchen, und wir bitten dich nun, o König! uns bchülflich zu seyn,daß wir den Befehl des Fürsten der Gläubigen vollziehen können." Der König versprachihnen seinen Beistand und führte sie in die für Gäste bestimmte Wohnung, ließ allesNothige dahin bringen und erwies ihnen viel Ehre. Musa fragte dann den König:Welchen Glauben habt ihr und was betet ibr an?" Er antwortete:Wir beten denGott des Himmels an und glauben an Mohammed (Gottes Friede sey mit ihm!),der am Ende der Zeit wieder erscheinen wird." Musa fragte:Wer hat euch diesgelehrt? ich sehe doch keinen Menschen bei euch?" Er antwortete:An jedem DonnerstagAbend steigt eine Feuersäule gegen den Himmel auf und wir sehen einen Mann auf demWasser gehen, welcher ruft: O ihr Söhne der Tiefe! bekennet, daß es keinen Gottgibt, als den einzigen Gott, der keinen Gefährten hat, und daß Mohammed seinDiener und Gesandter ist. Wir beschworen ihn dann bei dem, den wir anbeten,er möge uns sagen, wer Mobammed sey? und er antwortete: Mohammed ist einProphet, der am letzten Tage erscheinen und alle Religionen zernichten und den Dienstdes göttlichen Richters Herstellen wird. Ich fragte ihn dann: Wer ist Gott, den duso beschreibst? Er antwortete: Sein Thron ist im Himmel und seine Herrschaft aufErden; er ist einzig und mächtig." Musa freute sich sehr, als er vernahm, daß dieseBergbewohner Muselmänner waren; er blieb drei Tage im Fremdenhotel, dann ließ erTaucher kommen und sagte ihnen, er wünsche einige der Salomonischen Flaschen zuhaben. Sie tauchten in's Meer, brachten drei kupferne Flaschen herauf und überreichtensie Musa mit vielen andern kostbaren Geschenken.

Musa trat dann mit den Seinigen den Rückweg nach Bagdad an, und als sie inder Nähe der Stadt waren, kamen ihnen die vornehmsten Bewohner derselben entgegen.Musa erzählte dem Fürsten der Gläubigen die Wunder, die er auf seinem Wegegesehen, und überreichte ihm die Flaschen und die Geschenke des Königs der Schwarzen,worüber sich der Fürst der Gläubigen sehr wunderte. Als er eine dieser Flaschen öffnete,stieg ein Rauch gen Himmel, der sich zu einem sehr häßlichen Geiste gestaltete, undschrie:Gnade, o Prophet Gottes! ich will nicht mehr so seyn." Der Chalif sagte:Kehre wieder auf deinen Platz zurück!" Der Geist ging wieder in die Flasche, und derChalif versiegelte sie und ließ sie in seine Schatzkammer bringen. Das ist's, was vonder Geschichte der kupfernen Stadt uns zugekommen. Aber nur Gott ist allwissend!

Hier beendigte Schehersad diese Geschichte; in der nächsten Nacht abererzählte sie: