Vierhundert und nennlindsünfzigfte Uncht.
gesehen haben, um sich selbst in den Abgrund zu stürzen?" Indessen stieg doch noch einDritter ans die Mauer, stürzte aber ebenfalls hinab und ihm folgten noch viele vonMusa's Leuten.
Da sagte der Alte: »Hier kann Niemand helfen, als ich; der Erfahrene handeltanders, als der Unerfahrene." — »Ja, bei Gott!" rief Musa; »nur du darfst nochhinanfstcigcn, und fliegst auch du davon, so ziehen wir weg, und wollen nichts mehrvon dieser Stadt sehen." Der Alte stieg mit den Worten: ,,Jm Namen Gottes, desBarmherzigen," auf die Leiter, und als er'droben war, lachte er und rief: „Schön,bei Gott, schön!" er setzte sich dann ein wenig, stand wieder auf und sagte: „O Fürst,fürchte nichts; durch seinen barmherzigen Namen hat Gott die List der Teufel von dirgewandt." M »sa fragte: „Was siehst du?" Er antwortete: „Ich sehe zehn Jungfrauen,schön wie der Mond, sie haben Haare, Mund und Hals wie Huris, sie rauben demBesonnensten den Verstand und laden Jeden, der sie ansieht, ein, zu ihnen zu kommen.Dem oben Stehenden scheint cs dann als wäre Wasser unten, und auch ich hatte schonim Sinn, hinunter zu springen, da verbannte ich aber den Zauber durch den NamenGottes, und nun sehe ich unsre Gefährten todt vor mir liegen." Hieraus rief der Altenoch einmal: „Im Namen Gottes, des Barmherzigen!" und ging bis zu zwei kupfernenThürmcn mit zwei goldncn Thoren, an denen aber weder Schloß noch Riegel zu sehen war.
Da bemerkte Schehcrsad den Tag und schwieg; in der nächsten Nacht erzähltesie, wie folgt:
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