Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
709
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Vierhundert und tünfundsiiiifzigste Glicht.

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sterbe fast vor Neue darüber." Er entfesselte dann den Prinzen, nahm die Krone vonstillem Haupte und setzte sic ihm auf. Die Neuigkeit wurde mit Trommeln und Trompetenbekannt gemacht, die Stadt ward beleuchtet und cs war ein so freudiger Lärmen andiesem Tage, daß die Vogel sich kaum in der Luft halten konnten. Der König schenktedann allen Gefangenen ihre Freiheit und ließ sieben Tage als Festtage feiern. Amachten Tage setzte er seinen Sohn neben sich und ließ alle seine Freunde und die Obernder Stadt und die Vizicre herbeirufen. Diesen sagte der Prinz: »Seht ihr nun GottesWerk? seht ihr, daß seine Hülfe nahe war!" Als die Vizicre verstummten, sagte derKönig:Ich setze, daß sich heute AllcS freut, sogar die Vögel in der Luft, nur ihrscyd niedergeschlagen; das ist schon ein Beweis von Groll gegen mich. Hätte ich euchGehör geschenkt, so müßte ich jetzt vor Verzweiflung und Neue sterben."

Der König ließ dann den Näuberhauptmann kommen, machte ihm viele Geschenkeund sagte:Wer den König liebt, der beschenke diesen Mann;" worauf er von Allenso reichlich beschenkt wurde, bis er Nichts mehr annehmen konnte, auch erhielt er dieStatthalterschaft der Provinz, in welcher er wohnte. Bald nachher ließ der Königneun Galgen neben dem schon errichteten aufstellen, und sagte zu seinem Sohne:Du

warst unschuldig, diese schlimmen Vizicre haben dich bei mir verleumdet." Der Prinzversetzte:Mein Verbrechen bestand in meiner Treue gegen dich; weil ich ihre Hände