Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
701
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Vierhundert und dreiundfünszrgftc Vacht. ^01

Herz." Dann kam der Diener zu ihr und erzählte ihr Alles, was ihrem Sohne seitihrer Vermählung mit dem Kaiser widerfahren. Schah Chatun weinte lange überdie harten Leiden, welche ihr Sohn zu ertragen gehabt, dann fragte sie den Diener:Was hast du dem Kaiser gesagt, als er den Prinzen sah und dich nach ihm fragte?"Er antwortete:Ich habe ihm gesagt, er sey der Sohn einer Amme, den wir alsKind verlassen und der nun dem Kaiser dienen solle."

Sic befahl dann dem Diener, den Prinzen gut zu bedienen, auch der Kaiser belohnteden Diener für seine Neise und bestimmte dem Prinzen einen ansehnlichen Gehalt.Dieser diente dem Kaiser mit Eifer, gewann sein Vertrauen immer mehr und stiegimmer höher im Ansehen. Schah Chatun gab sich lange Zeit viele Mühe, ihrenSohn durch das Fenstergitter zu sehen, da sie ihn doch nicht sprechen konnte. EinesTags aber, als sic fast vor Sehnsucht starb, bestellte sie ihn an die Thüre ihres Gemachs,drückte ihn an ihre Brust und küßte ihn auf die Wangen. In diesem Augenblicke ging

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der Schloßverwalter am Harem vorüber und sah mit Erstaunen, wie der Jünglingeine Dame umarmte. Als er näher treten wollte und die Kaiserin erkannte, fuhr ererschrocken zurück, als hätte ihn der Donner getroffen. Da begegnete ihm der Kaiserund fragte ihn, warum er so zittere? Der Schloßverwalter antwortete:O Kaiser!Ich habe eben etwas Schreckliches gesehen!"Was hast du gesehen?"Ich habe