Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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UM

Vierhundert und achtundvierzigste Nacht.

Aer König erschrack einen Augenblick, dann dachte er: Ich werde schon dafür sorgen,daß weder ein Löwe meinen Sohn zerreiße, noch er mich umbringe; die Sterndeuterlügen immer. Indessen konnte er sich doch die Worte der Sterndeuter nicht ganz ausdem Kopfe schlagen, und nach mancher bittern Stunde ließ er aus Vorsicht in einemBerge eine große Höhle mit vielen Gemächern graben, füllte sie mit allen nöthigenSpeisen und Kleidern, leitete Wasser vom Berge hinunter, und ließ den Prinzen mitseiner Amme dahin bringen. Jeden Monat ging der König mit einem Seile zurHöhle, und zog seinen Sohn daran herauf, küßte und drückte ihn und spielte eineWeile mit ihm, dann ließ er ihn wieder hinunter und beschloß, so fortzusahren, bis diesieben Jahre vorüber sepn würden. Als aber die Zeit kam, in welcher das Uriheil aufder Stirne geschrieben stand es fehlten nur noch zehn Tage zu den sieben Jahrenda führte die Bestimmung Jäger auf diesen Berg, die einen Löwen verfolgten, welcher,als er sich von allen Seiten umringt sah, in die Höhle sprang. Sobald die Amme de»