Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
675
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Vierhundert und sochsundoierzigtle Nacht. 0?5

weil seine Tochter ihn liebte, und darum habe sic auch cingewilligt, dem König Jlanschab ihre Ha-nd zu geben. Der Eine frage dann wieder: Weißt dn das gewiß? undder Andre antworte: Bei Gott, das ist Jedem bekannt, mir fürchtet man sich, demKönig so etwas zu sagen; weißt dn nicht, daß, so oft der König auf die Jagd gehtoder eine Reise macht, Abu Tamani die Königin besucht und allein bei ihr bleibt?"Die Jungen versprachen den Vizicrcn ihren Beistand, und eines Nachts, als Königsich zur Ruhe begab, aber noch nicht cingeschlafen war, sagten sic, was die Visiere, siegelehrt hatten. Der König dachte, als er ihr Gespräch hörte: Diese Knaben habengewiß keine schlimme Absicht; wenn sie das nicht von Jemanden gehört hätten, sowürden sie es nicht sage». Er gerieth daher in so heftigen Zorn, daß er gleich amfolgenden Morgen Abu Tamam rufen ließ und ihm, als er allein bei ihm war, sagte:Was verdient ein Mann, der die Ehre seines Herrn schändet?" Abu Tamamantwortete:Der verdient, daß auch die feurige nicht geschont werde." Dann fragteder König wieder:Und was verdient der, welcher in den Palast des Königs kömmtund treulos gegen ihn handelt?" Abu Tamam antwortete:Er verdient nicht längerzu leben."

Schehcrsad schwieg, um in der folgenden Nacht also fortzufahrcn:

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