Vierhundert und fiinfiindmcrzigste Nacht. 669
sagten, sich vor ihm verbeugend: „O König, hüte dich wohl, dich von der List diesesJünglings bcthörcn zu lassen! Hörtest du, was wir hören, du würdest ihn keinen Tagleben lassen und nimmer länger dich an seine Reden kehren. Sind wir nicht deineViziere, die für deine Erhaltung sorgen? Wen willst du anhören, wenn du uns zehnBiziercn kein Gehör schenkst? Wir Alle bezeugen, daß dieser Jüngling ein Nebelthätcrist und daß er mit schlimmer Absicht in dein Gemach gegangen, um dein Heiligthumzu entehren; willst du ihn nicht umbringcn, so verbanne ihn wenigstens aus dem Lande,daß das Gerede der Leute aufhöre."
Die Rede der Viziere brachte den König wieder auf; er ließ den Jüngling rufen,und als er erschien, riefen alle Viziere einstimmig: „Du Schurke, willst du durch Listund Betrug dein Leben retten, und den König mit deinen Reden hintcrgchen? Glaubstdu, daß man ein so großes Verbrechen, wie das deinige, verzeihen könne?" Da sagteder König: „Man hole den Scharfrichter, um ihn zu tödteu." Aber die Vizieresprangen Einer nach dem Andern hervor, und Jeder rief: „Ich will ihn selbst tödten."
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Da sagte der Jüngling: „Einsichtsvoller König, beobachte einmal die Leidenschaftlichkeitdeiner Viziere und entscheide, ob sie mich beneiden oder nicht; glaube sicher, sie wollen