062 Vierhundert und dreinndvierzigke Nacht.
zog mir einst ein Feind entgegen mit achthundert Mann, ich hatte ihm achthunderttausendMann entgegen zu stellen und fürchtete ihn daher nicht; aber mein Feind vertraute aufGott und brachte mir eine harte Niederlage bei. Ich mußte mich in eine Höhleflüchten, wo ich einen Einsiedler traf; ich wandte mich zu diesen, und klagte ihm meinenZustand. Da sagte er zu mir: „Weißt du, warum du geschlagen worben bist?" Ichsagte: „Nein." Da versetzte er: „Weil du dich auf deine zahlreichen Truppen und nichtauf Gott verlassen hast, während doch er allein dir nützen und schaden kann; drumwende dich zu Gott und kein Feind wird dir widerstehen."
„Ich ging in mich zurück," fuhr Chadidan fort, „und bekehrte mich nach derWeisung dieses Einsiedlers. Nach einiger Zeit sagte mir dieser: „Geh mit den Truppen,die dir noch geblieben, dem Feinde wieder entgegen, und wenn ihr Sinn nicht mehrmit Gott ist, so wirst du sie besiegen, und kämpftest du auch allein gegen sie." Als ich ^die Worte des Einsiedlers hörte, vertraute ich auf Gott, versammelte die Truppen, die ^ich noch übrig hatte, und überfiel den Feind plötzlich in der Nacht. Der Feind, der diegeringe Anzahl meiner Leute nicht kannte, entfloh auf die schmählichste Weise und ichward durch die Macht Gottes wieder König in meinem Lande, und nun setze ich imKriege mein Vertrauen nur auf Gott." Als Bacht Saman dies hörte, erwachte eraus seiner Unwissenheit und sagte: „Gepriesen sey der erhabene Gott! Sieh, du hast