Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
663
Einzelbild herunterladen
 

Vierhundert und dreiuuduierzigstc Nacht. 063

mir da meine eigne Geschichte erzählt; ich bin der König Bacht Saman, dem diesAlles selbst widerfahren, ich wende mich nun Gottes Pforte zu und bekehre mich zu ihm."Bacht Saman ging hierauf in's Gebirge, und betete lange Gott an. Eines Nachtssagte ihm Jemand im Traume:Gott hat deine Buße angenommen, er wird dir gegendeine Feinde beistehen." Als Bacht Saman erwachte, machte er sich gegen seineHeimath auf. Da traf er einige Leute aus der Umgebung des Königs, die ihm sagten:Kehre wieder um, denn wir sehen, daß du hier fremd bist, und dein Leben schwebt ingroßer Gefahr, weil der König dieses Landes alle Fremde umbringen läßt, aus Furchtvor dem König Bacht Saman."Ich fürchte nur Gott," versetzte BachtSaman;ohne seinen Willen kann euer König mir nichts anhaben."Aber,"erwiderten sie,er hat viele Truppen und hält sich für unüberwindlich." Bacht

Saman ließ sich nicht abschrecken und dachte bei sich: ich vertraue auf Gott, so Gottwill, werde ich ihn besiegen. Er sagte dann zu den Leuten:Kennt ihr mich nicht?"Sie antworteten:Nein, bei Gott!"

Bei diesen Worten bemerkte Schehersad den Tag und schwieg; in der folgendenNacht fuhr sie also fort: