Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
658
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OHH Vierhundert und zweiuiidvicrzigfte Vucht.

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den Kopf zur Erde und sagte weinend:Wer ein Unrecht begeht, dem wird eswieder vergolten, wenn es auch lange ansteht. Bei Gott, ich habe schwer gesündigt,aber nicht Bosheit, sondern Furcht, Leidenschaft und ein schweres Verhängniß, dem ichnicht entgehen konnte, haben mich dazu veranlaßt; diese Frau ist rein und unschuldig."Als der König Dadbin dies hörte, schlug er sich in's Gesicht und sagte zu Kardan:Gott tödte dich, weil du ungerechter Weise mich von meiner Gattin geschieden hast."Aber Chosru sagte:Gott wird dich verderben, du hast es durch deine Uebereilungverdient. Hättest du dich besonnen und ihre Schuld geprüft, so wäre es dir leichtgewesen, die Lüge von der Wahrheit zu unterscheiden. Dieser Vizier wollte deinenUntergang, wo blieb aber dein Verstand und deine Besonnenheit?"

Chosru fragte dann Arwa, welche Strafe er über die Angeklagten verhängensollte. Sie antwortete:Urtheile nach Gottes Ausspruch: der Mörder soll wiedergetödtet werden und dem Uebelthäter soll wie dem Wohlthäter Gleiches mit Gleichemvergolten werden." Sie ließ dann den König Dadbin mit einem Hammer todtschlagen und sagte:Das ist für den Mord meines Vaters." Den Vizier Kardanaber ließ sie auf ein Kameel laden und in die Wüste führen, in welche sie einstausgesetzt worden, und sagte ihm:Bist du schuldig, so wirst du in der Wüste vorHunger und Durst umkommen, bist du unschuldig, so kannst du eben so gut wie ich