Vierhundert und zwanzigste Nacht.
dann wieder zur Alten hin und sagte: »Du verruchte Alte! wer hat dir die Machtgegeben, uns einen Mann hicher zu bringen? hast du je ein solches Beispiel erlebt?Bei meinem Haupte! wärst du nicht meine Erzieherin und Dienerin, ich würde dichgleich mit ihm umbringcn lassen, daß deine Geschichte überall als Warnung diene.Doch geh' jetzt und bring' ihn schnell hicher, oder ich lasse dir den Kopf abschlageu." DieAlte ging ängstlich bebend fort und wußte nicht, ob sie im Himmel oder auf der Erdewar, und dachte: Das ist ein Unglück, das mir Gott zugcschickt hat. Als sie zuHassan kam, sagte sie zu ihm: „O du, dessen Lebensziel herangenaht, steh' auf! dieKönigin will dich sprechen." Auf dem Wege nach dem Schlosse hörte Hassan nichtauf, Gott um Beistand anzuflehen, während die Alte ihn belehrte, wie er mit der Königinsprechen sollte, worauf er antwortete: „Wenn das göttliche Urtheil gefällt ist, so wird
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der Hellsehendc doch blind." Jn's Schloß angelangt, warf sich Hassan vor der Königin,welche verschleiert war, nieder, grüßte sie und sprach folgende Verse: