554 Vierhundert und fünfzehnte Nacht.
diesem Briefe dem alte» Sohne der Balkis, Enkel des verruchten Jblis, seinemLehrer und Meister, empfohlen, dem Menschen und Genien ergeben sind. Hassannahm dann Abschied und ließ dem Pferde die Zügel, und es flog mit ihm schneller alsein Blitz zehn Tage lang fort. Da sah Hassan einen großen Berg, schwarz wie dieNacht, der den ganzen Horizont von Osten bis Westen einnahm. Als er in die NähedeS Berges kam, fing sein Pferd an, unter ihm zu wiehern. Da kam eine unzählbareMenge Pferde, so viel als Regentropfen, herbeigeströmt, die an seinem Pferdeherum strichen, so daß Hassan sich sehr fürchtete. Aber sein Pferd ging immer weiterin's Gebirge, bis es an die Höhle kam, die ihm der Alte beschriebe» hatte. Hassanstieg vor der Thür ab und hing die Zügel um den Sattelknopf; das Pferd trat in dieHöhle, und Hassan blieb außen stehen, nachdenkend, wie das wohl enden würde.So brachte er fünf Tage und fünf Nächte weinend, traurig und schlaflos zu. Erdachte an seine Entfernung von seiner Heimath und allen Seinigen und machte sichtausenderlei Gedanken.
Schehersad schwieg, um in der nächsten Nacht ihre Erzählung mit folgendenWorten fortzusetzen: