Vierhundert und zwölfte Nacht. 543
«Lay dem Schicksal freien Lauf und kümmere dich um nichts! Denn in demAugenblick, wo du dich über etwas grämst, kann Gott schon wieder Allesgeändert haben."
„Darum," fuhr sic fort, „fasse Muth und sey stark! Wer zehn Jahre leben sott,stirbt nicht im siebenten; das Weinen und Trauern macht nur krank, sey munter undgescheit und bleibe ruhig bei uns, bis ich, so Gott will, ein Mittel finde, dich mitdeiner Gattin und deinen Kindern wieder zu vereinigen." Hassan aber fuhr fort zuweinen und sprach folgende Verse (wir aber beten für unfern Herrn Mohammed):
«Wird auch mein Körper geheilt, so bleibt doch meine Seele krank: nurdie Vereinigung mit dem Geliebten kann mein Leiden stillen,"
Bei diesen Worten bemerkte Schehersad den Tag und schwieg; in der folgendenNacht fuhr sie also fort: