Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
536
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5Z6 Vierhundert und zehnte Nacht.

weinte über ihn, denn sie glaubte nicht, daß er wieder zu sich kommen würde. Endlicherwachte er wieder; da schlug er sich in's Gesicht und weinte, zerriß seine Kleider undnahm in der Verzweiflung ein Schwert, ging auf seine Mutter zu und sagte ihr:Wenn du mir nicht die Wahrheit gestehst, schlage ich dir den Kopf ab und bringe michselbst um."

Die Alte sagte zitternd:Stecke dein Schwert ein und setze dich, ich will direrzählen, was vorgefallen ist." Als er dies gethan, erzählte sie ihm die ganze Geschichte! von Anfang bis zu Ende, dann setzte sie zu ihrer Entschuldigung hinzu:Hätte diePrinzessin nicht so sehr geweint, daß ich fürchtete, du möchtest bei deiner Rückkehr mirzürnen, daß ich sie nicht in's Bad geführt, so wäre sie nie wieder zu ihrem Kleidegelangt; und auch dann hätte sie es nicht wieder erhalten, wenn nicht die FrauSubeida mit Gewalt mir den Schlüssel genommen und ihn Masrur gegeben hätte.Was konnte ich thun? Du weißt doch, daß Niemand mächtig genug ist, um demChalifcn zu widerstehen. So kam es denn, daß sie wieder ihr Fcdernkleid erhielt, mitdem sie sammt ihren Kindern und dem von der Frau Subeida erhaltenen Schmuckedavonflog. Doch sagte sie mir noch von der Terrasse herunter: Wenn die Nächte derTrennung deinem Sohne lang werden, und der Zephyr seine Sehnsucht nach mirerregt, so soll er zu mir nach den Inseln Wak Wak kommen. Nun weißt du Alles,was in deiner Abwesenheit vorgefallen ist. Friede scy mit uns!"