Vierhundert
Ulld
sechste Nacht.
Die Prinzessin weinte dann und seufzte und jammerte über ihre Einsamkeit undihre Trennung von den Ihrigen so lange, bis Hassans Mutter, die nichts gegenihre Klagen einzuwenden hatte, sie bemitleidete und, sich in den Willen des erhabenenGottes fügend, Alles, was man zum Bade braucht, zusammenpackte und am folgendenMorgen mit der Prinzessin und ihren Kindern in's Bad ging. Als sie sich entkleideten,erstaunten alle anwesenden Frauen über die Reize der Prinzessin, alle standen um sieherum und bewunderten das edle Geschöpf Gottes und priesen den erhabenen Schöpfer.Bald sprach man in der ganzen Stadt so viel von ihr, daß die Frauen schaarenweisein's Bad kamen, um sie zu sehen. Nun wollte die Bestimmung, daß unter den vielenFrauen, welche das Bad besuchten, auch eine Sklavin des Chalifen Harun Arraschidsich befand, welche Tochfat (Geschenk) hieß. Als diese ein Gedränge im Bade sah,daß man gar nicht durchkommen konnte, und vernahm, daß es einer Fremden willengeschah, näherte sie sich ihr, und auch sie bewunderte ihre Schönheit, denn so schön wie