Vierhundert und erste Nacht.
Als die Prinzessin wieder zu sich kam, fiel Hassans Freundin theilnehmend überihre Hände und Füße her und küßte sie. Dann holte sie ihr ein schönes Kleid und zoges ihr an, brachte ihr Speisen und aß mit ihr, suchte sie durch gute Worte aufzuheiternund ihr für Hassans Schicksal Mitleid einzuflößen; aber die Prinzessin weinte dieganze Nacht durch.
Am folgenden Morgen, als sie sah, daß ihr Jammern ihr keine Rettung verschaffte,horte sie auf zu weinen, ward ruhiger und sagte: „Gott hat nun einmal über meinHaupt beschlossen, ich soll in der Fremde, fern von meinen Verwandten und vonmeinem Vaterlande, leben; ich muß den Rathschluß des Herrn mit Ergebung ertragen."Hassans Freundin richtete ihr dann ein Zimmer im Schlosse her, leistete ihr Gesellschaftund tröstete sie so lange, bis sie endlich ganz munter ward und sich nicht mehr überihre Trennung von den Ihrigen betrübte. Jene ging dann zu Hassan und sagte ihm: