Vierhundertste Nacht. 501
und schlug sich in's Gesicht; die andern Mädchen kamen zu ihr und fragten sie, warumsie so jammere; und als sie hörten, daß sie ihr Federngewand vermisse, weinten sic mitihr und wußten nicht, was sie von diesem Raube denken, noch was sie thun sollten.Da es indessen schon spät war und sie fürchteten, es möchte ihnen, wenn sielänger blieben,auch ein Unglück widerfahren, nahmen sie Abschied von ihr und flogen davon. Als siesich entfernt hatten, sagte sic: „Ich beschwöre dich bei Gott, du, der du mein Kleidgenommen, gib mir es zurück; Gott lasse dich nie einen solchen Verlust fühlen!"
Sobald Hassan diese Worte hörte, die süßer als Julep waren, bemächtigte sichseiner eine heftige Leidenschaft, die ihn. alle Besinnung raubte; er stürzte gewaltig aufsie zu, faßte sie bei den Haaren, zog sie an sich, trug sie, ohne auf ihre Thränen zu
MM
MUM
achten, in sein Zimmer hinunter und warf ein seidnes Tuch über sie. Er schloß danndas Zimmer zu und ging, um seiner Freundin zu sagen, daß er nun seine Geliebte in