Dreihundert »ud zweiuudueunzigste Uncht. j
bauen, schrieb Hassans Namen darauf und den Tag seines Verschwindens, und trennte!sich nicht mehr von demselben.
Das ist's, was Hassans Mutter angeht; was jedoch Hassan und den Magierbetrifft, denn dieser Perser war ein Magier, der die Muselmänner baßte und, so ofter konnte, einen Muselmann umbrachte. Er war ein Feueranbeter, ein Goldmacher,ein Astrolog, wie der Dichter sagt:
„Ein Niederträchtiger, Widerspenstiger, Sohn eines Hundes und einer schlechtenMutter, Sohn eines bösen Abtrünnigen. Es ist an ihm kein Fleck, so großdaß eine Mücke sich darauf setze» könnte, worauf nicht irgend eine Schändlichkeithastet!"
Dieser Verdammte hieß Bahrain; jedes Jahr opferte er einen Muselmann anseinem Feste; als ihm nun seine List mit Hassan gelungen und er einen ganzen Tag
mit ihm herumgefahrcn war, ließ er des Abends Anker werfen. An, folgenden Morgen
befahl er seinen Sklaven, die Kiste heraufzuholen, in der Hassan war. Er öffnetesie, zog ihn heraus, bespritzte ihn mit Essig und blies ihm in die Nase. Hassanmußte nießen, erwachte und lobte den erhabenen Gott. Er sah sich um und fand sich
mitten im Meere, der Perser saß ihm gegenüber. Wie er nun merkte, daß der
Verdammte ihn betrogen und daß er sich selbst in das Unglück gestürzt hatte, vor demer von seiner.Mutter gewarnt worden war, sagte er die Worte, deren sich Niemandzu schämen hat: „Es gibt keinen Schutz und keine Macht, außer bei Gott, demErhabenen! ich bin Gottes und kehre zu ihm zurück! O Gott, sey mir gnädig indeinem Beschluß und gib mir Muth in der Versuchung, o Herr der Welten!" Erwandte sich hierauf zu dem Perser und redete ihn sanft an: „Herr! was ist das fürein Verfahren? wo bleibt der Bund und der Eid, den du mir geschworen? Du bistdem Brod und dem Salz untreu geworden." Der Perser sah ihn an und sprach: „DuHund! Sohn eines Hundes! kenne ich Salz und Brod? Ich habe 999 junge Leutedeinesgleichen getödtet, mit dir werden es 1000 seyn."
Hassan schwieg, denn er sah ein, daß der Pfeil des Schicksals ihn getroffen hatte.Der Verruchte ließ ihn losbinden und ihm ein wenig Wasser zu trinken geben. Dertreulose Magier lachte hierauf und sprach: „Bei dem Feuer und dem Licht! ich glaubtenicht, dich zu fangen, doch das Feuer hat dich mir geliefert und mich in den Standgesetzt, meine Pflicht zu erfüllen; ich will dich nun auch ihm opfern, damit es mit mirzufrieden werde." Hassan sagte: „Du bist dem Brod und dem Salz untreu geworden!"