Dreihundert
G
und
MM
zweiundn ennzig st e Nacht.
Eie weinte und jammerte bis zum folgenden Morgen; da kamen die Nachbarn zuihr und fragten sie nach ihrem Sohne; sie erzählte ihnen, was ihm mit dem Persergeschehen, und daß sie keine Hoffnung mehr habe, ihn wiederzusehen; in ihrem Jammerlief sie im Zimmer aus und' ab und weinte. Mit einemmal fielen ihre Augen auf dieWand, worauf sie zwei Zeilen geschrieben sah. Sie ließ den Rechtsgelehrten kommen,um sie zu lesen; der Inhalt der Verse aber war folgender:
„Ich sah eine Traumgestalt in der Nacht umherwandeln und in weiter Fernesich niederlcgcn; als ich erwachte, war die Wohnung leer und fern seinGrab —
Als Hassans Mutter dies hörte, schrie sie laut auf: »Ja, mein Sohn, dieWohnung ist leer und dein Grab ist fern!" Die Nachbarn wünschten ihr Geduld undbaldiges Wiedersehen, und verließen sie. Sie aber ließ mitten im Hause ein Grab
Tausend und eine Nackt. II
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