4^0 Dreihundert und ei»»iidnrunzij>ste dlacht.
dem Bunde untreu wird!" Der Perser erwiderte: „Du hast Recht, mein Sohn;Schmach dem, der die Gastfreundschaft verletzt!"
Als sie gegessen hatten, sagte er: „Mein Sohn Hassan! bring auch einige süßeSpeisen!" Hassan ging auf den Markt und holte zehn Tassen voll süßer Speisen;als sie dies aßen, sagte der Perser: „Gott belohne dich dafür! Leute, wie du, verdiene»es, daß man ihnen Geheimnisse vertraue und sie nützliche Dinge lehre." Als sie genuggegessen hatten, sprach der Perser: „Bring nun die Geräthschaften!" Kaum hatteHassan diese Worte gehört, so lief er wie ein junges Pferd, das man in den Kleeläßt, in seinen Laden, holte die Geräthschaften und stellte sie dem Perser vor. Dieserzog aus seinem Turban ein Papier hervor und sagte: „O Hassan, bei dem Brodund bei dem Salze! wärest du mir nicht theurer als mein Sohn, so würde ich dir dieseKunst nicht mittheilen. Dieses Papier enthält Alles, was ich noch von dem Pulverbesitze, doch will ich dir die Kunst mittheilen. Wisse, mein Sohn! wenn man zu zehnPfund Kupfer nur einen halben Drachmen von dem Pulver nimmt, das in diesemPapier ist, so wird reines Gold daraus." Weiter sagte er: „O mein Sohn Hassan!in diesem Papier sind noch drei ägyptische Ok; ' ehe sie verbraucht sind, werde ichwieder neues Pulver verfertigen." Hassan nahm das Papier und fand das Pulvernoch feiner als das frühere; er fragte den Perser: „Herr, wie heißt das, wofindet man eö und wie wird's zubcreitet?" Der Perser lachte und sagte: „Fragelieber, woher du ein vorwitziger Junge bist! mache nur dein Gold und schweige!"Hassan holte eine Kupferplatte aus dem Hause, zerbrach sie mit der Zange, rührtesie im Kessel herum und streute Pulver aus dem Papier darauf, bis eine feine Goldstangcdaraus ward. Als er dies sah, freute er sich sehr und kam ganz außer sich vorErstaunen. Während aber nun Hassan beschäftigt war, die Goldstange herauszuheben,zog der Perser einen Beutel hervor, der ein Stück Vendj aus Krata enthielt,so groß, daß, wenn ei» Elephant daran gerochen hätte, er von einer Nacht zurandern hätte schlafen müssen; er that ein wenig davon in die süße Speise undsagte zu Hassan: „O Hassan! nun bist du mein Sohn und mir theurer als meinLebensgeist zwischen meinen Seiten. Ich habe eine Tochter, so schön und wohlgewachsen,daß nie Ihresgleichen gesehen worden; ich sehe, du allein passest für sie, und sie nurfür dich; so Gott will, verheirathe ich dich mit ihr." Hassan sprach: „Herr! ichbin dein Sklave, was du mit mir beginnst, geschehe mit Gott!" Der Perser sagte
' Das Ok hat ungefähr vierzig MH.