Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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Dreihundert

sechsnndachtzigße Nacht.

Nls sie diese Verse vollendet hatte, sprach sie:O Licht meiner Augen! o Innerstesmeines Herzens! so sehe ich dich endlich in meiner Wohnung, kann mich endlich andeiner Nähe ergötzen!" Die Liebe ward dann so mächtig in ihr, daß sie folgendeVerse recitirte:

Der Geliebte meines Herzens besucht mich in der Dunkelheit, nachdemich lange seine Ankunft erwartet hatte. Ich erkannte ihn an dem Tonseiner Stimme; er rief: Geliebte! und ich antwortete: Scy willkommen! Ichküßte aus Unterwürfigkeit die Füße des Geliebten und sein Gesicht, dem nichtsUcbles nahen kann. Ich habe in meinem Leben keine solche Nacht gesehen,o wie süß habe ich sie durchwacht! Gott vergelte ihm nun auch, wie er csverdient, und belohne ihn, bei meinen Augen! so lange der Zephyr weht. Erbelohne einen Geliebten, der meinetwillen sich so quält und mich besucht. Gottmöge ihn mir erhalten und er nie mehr von mir ziehen!"

Als sie diese Verse vollendet hatte, drückte er sie an seine Brust und umarmtesie; er legte seine Wangen auf ihre Füße, beugte sein Gesicht zur Erde, weinte vorLiebe und sprach folgende Verse: