Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
449
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Dreihundert und sechvundachtzigstc Nacht.

O einzige Nacht unscrs Lebens! wie süß ist sie, sie ersetzt mir alle anderenmeines Daseyns; ich nehme ans den Kelchen, was rein und klar darin ist, undwenn sic leer sind, gebe ich sie wieder zurück. Mein Leben gehört ihr, so langecs währt. O Gott bewahre uns vor weiterer Trennung, denn schon haben wirgenug gelitten."

Er fiel dann in Ohnmacht, sie aber warf sich über ihn her und küßte ihm Händeund Füße. Sie brachten so die Nacht beisammen zu, rccitirten Verse, unterhielten sich,tranken, küßten und umarmten sich mehr nicht. Als der Morgen leuchtete,nahmen sie die Gefäße weg, legten das Bett zusammen und reinigten das Zimmer.Die Prinzessin setzte sich auf ihren Stuhl und ließ die Thür öffnen. Die Dienererschienen wie gewöhnlich vor ihr, die Sklavinnen machten ihre Aufwartung und gingenwieder fort. Als dies geschehen war, schloß sie die Thüren und richtete Alles wiederher, wie es war. Sie tranken dann wieder und benützten die Zeit, rccitirten Verseund umarmten sich die ganze Nacht und den ganzen Tag, ohne daß etwas vorfiel,und ohne daß sie verrathen wurden. Am folgenden Morgen kamen die Diener wieder,stellten wieder Wein auf, und so ging das lange fort.

Als aber der Vezier nach mehreren Tagen den Prinzen nicht wiederkehren sah und-nichts von ihm hörte, fürchtete er, es sey ihm ein Unglück zugestoßen, das ihm selbstauch das Leben kosten würde. Er dachte: Mir bleibt nichts übrig, als nach Hausezu gehen, um den König von Allem in Kenntniß zu setzen, damit er mich nicht anklage,

Tausend und eine Naäit, N

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