Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
446
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Dreihundert und sünsundachtzigste Nacht.

man zu des Königs Gemächern gelangte. Es sagt der Erzähler: Als sie hier angelangtwaren, blieb die Alte stehen und sagte:Mein Sohn! nun kommen wir in daskönigliche Schloß und wir muffen durch viele Gemächer gehen, ehe wir in das derPrinzessin kommen; dieser Weg ist gefährlicher als der, den wir zuriickgclegt, und wirkommen nicht gut durch, bis cS dunkel geworden ist, und uns der Aufseher nicht mehrbemerkt." Der Prinz sagte:Du hast Recht; doch sind wir nun hier, hast du dasnicht vorher berechnet?" Sie antwortete:Fürchte nichts! ich weiß hinter dieser Thüreine tiefe Höhle mit einer Fallthür, wo es sehr finster ist; ich will dich hinunterlasscn,und wenn es Nacht wird, wieder herausholen, daß wir weiter gehen; und der uns imAnfang beschützt hat, wird uns auch am Ende beschützen." Der Prinz sagte:Thu,was du willst!"

Sie ließ ihn dann in die Grube hinunter und verließ ihn bis Abends, holteihn dann wieder herauf und führte ihn durch die Pforte des Königsschlosses zu demGemache der Prinzessin. Die Alte klopfte hier an der Thür, und eine Sklavin kamheraus. Als sie in's Gemach der Prinzessin traten, fand sie schon den Saal vorbereitet,alle Gefäße waren aufgestellt, die Divans mit Kissen hergerichtet; Wachslichter branntenin goldenen und silberne» Leuchtern, Süßigkeiten und Früchte standen bereit, und dasZimmer war mit Ambra, Moschus, Aloe, Kampher u. s. w. beräuchert. Sie saß auf

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